Mehr Miteinander und eine Mobilität der Zukunft – Mareike Strampe und Michael Jo kandidieren für den Ortsgemeinderat in Bodenheim
Bodenheim, 10.05.24
Mareike Strampe und Michael Jo kandidieren auf den Plätzen 3 und 4 der Liste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Ortsgemeinderat Bodenheim. Die grüne Partei tritt zum ersten Mal hier zur Wahl an. Im Interview mit JOURNAL verraten die beiden, warum sie sich im Ortsgemeinderat engagieren wollen, und sprechen über ihre Ziele für die nächste Wahlperiode.
Mareike Strampe wohnt seit sechs Jahren mit ihrem Mann und den zwei gemeinsamen Kindern in Bodenheim. Mit welcher Motivation tritt sie nun zum ersten Mal für die Grünen im Ortsgemeinderat an? Die Grundschullehrerin führt aus: „Meine Familie und ich nehmen aktiv am Leben in Bodenheim teil. Durch die Kinder bin ich in täglichem Kontakt mit Kita und Grundschule, wir sind in den Vereinen aktiv und tätigen auch unsere Einkäufe hier vor Ort. Dabei sind mir im Laufe der Zeit einige Punkte aufgefallen, die man meiner Meinung nach verbessern kann, damit sich die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft hier wohlfühlen.“
JOURNAL: „Was meinen Sie genau, wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?“
Mareike Strampe: „Ich setze mich dafür ein, dass die vorhandenen Strukturen, dazu gehören der Jugendtreff und das Generationennetzwerk, fester Bestandteil des Gemeindeangebots bleiben und mehr gefördert werden. Kooperationen zwischen Kitas, Grundschule und Seniorenresidenz bieten eine gute Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen und voneinander zu lernen. Das soziale Miteinander findet zwar an einzelnen Orten schon statt, sollte aber verstärkt und auch – wo immer es möglich ist – zusammengeführt werden.“
JOURNAL: „Herr Jo, stimmen Sie Ihrer Mitstreiterin zu oder haben Sie andere Vorstellungen zum Zusammenleben in Bodenheim?“
Michael Jo, seit 10 Jahren mit seiner Familie in Bodenheim ansässig, bestätigt: „Auch ich fühle mich sehr wohl in Bodenheim, sehe aber wie Mareike in mancher Hinsicht Verbesserungsbedarf. Als Familienvater ist es mir ein großes Anliegen, meine drei Kinder in einer soliden Dorfgemeinschaft aufwachsen zu sehen. Vor allem möchte ich Initiativen voranbringen, die eine umwelt- und menschenverträgliche und damit nachhaltige Mobilität in Bodenheim ermöglichen. Dafür setze ich mich im Gemeinderat ganz besonders ein.“
Mareike Strampe führt dazu aus: „Wir sind uns einig, dass wir ein besseres Radwegenetz brauchen, das uns alle sicher zu den Sportstätten, Bildungseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten führt. Die Radwege müssen gut beleuchtet sein und sich deutlich von den Autostraßen abgrenzen. Ich beobachte, dass immer mehr Menschen (ob Jung oder Alt) zu Fuß oder mit dem Rad in Bodenheim unterwegs sind, zugleich nimmt aber auch der Auto- und LKW-Verkehr innerorts zu. Auch aus Sicherheitsgründen stehen daher ein „autarkes“ Radwegenetz und eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität ganz oben auf unserer Prioritätenliste.“
Michael Jo ergänzt: „Um unsere mittel- und langfristigen Ziele für ein lebenswertes Bodenheim zu erreichen, müssen wir möglichst alle auf diesem Weg mitnehmen. Dazu gehört neben der aktiven Bürgerbeteiligung und einer transparenten Berichterstattung über Verwaltungsentscheidungen auch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat. Es ist uns wichtig, für ein lebenswertes und zukunftssicheres Bodenheim an einem Strang zu ziehen. Der Gemeinderat muss die Menschen und ihre Wünsche ernst nehmen.“
Mareike Strampe sieht das genauso: „Bodenheim soll ein lebendiger Ort bleiben, in dem das Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme großgeschrieben werden. Der Dialog zwischen Gemeinderat und Bürger*innen ist uns ein wichtiges Anliegen. Nicht die Konkurrenz zwischen den Parteien soll die Entscheidungen bestimmen. Ein konstruktives Miteinander der Gemeinderäte überträgt sich mit Sicherheit auch auf die Stimmung der Bürgerinnen und Bürger im Ort.“
Und wie sieht für die beiden Kandidaten das Bodenheim der Zukunft aus?
Für Mareike Strampe steht auf jeden Fall ein starkes Wir-Gefühl mit vielen gemeinsamen Aktionen für alle im Vordergrund, mit Straßenfesten, Tauschbörse, Repair-Café und vielem anderen mehr: „Die Bodenheimer haben so viele gute Ideen, die wir gerne aufgreifen. Und wir Grünen übrigens auch.“
Michael Jo ergänzt: „Langfristig sehe ich Bodenheim durch die Nutzung von regenerativen Energien klimaneutral. Außerdem ist unsere Mobilität weitestgehend dekarbonisiert und die verbleibenden Autos haben innerorts bei 30 km/h ihre Geschwindigkeit gefunden.“
Abschließend appellieren beide an die Leserinnen und Leser von JOURNAL, am 9. Juni wählen zu gehen: „Die Demokratie braucht jede Stimme. Dafür bedanken wir uns im Voraus.“
JOURNAL: „Vielen Dank für das Gespräch.“



