Anträge, Anfragen & Co

Liebe Bodenheimerinnen, Bodenheimer und Interessierte,

uns liegt viel daran, auch nach dem Wahlkampf sichtbar zu bleiben! Auf der folgenden Seite findet ihr daher eine Übersicht über unsere Anträge und Anfragen im Gemeinderat Bodenheim.
Unser Themen im Wahlprogramm waren nicht nur leere Versprechungen – wir setzen sie Schritt für Schritt um!

Sollten zu den Anträgen und Anfragen Anregungen, Fragen, Ergänzungen bestehen, gebt uns gern unter info@gruene-vg-bodenheim.de Rückmeldung.

Übersicht

Antrag: Einsatz artenfreundlicher Leuchtmittel im Gemeindegebiet Bodenheim

Bodenheim, 22.10.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, dass die Gemeinde Bodenheim bei allen zukünftigen Maßnahmen im Bereich der Außenbeleuchtung – sowohl bei Neuinstallationen als auch bei Austausch bestehender Leuchtmittel – auf artenfreundliche und energieeffiziente Lösungen setzt.

Beschlussvorschlag:

  1. Bei Neuinstallationen sowie beim Austausch bestehender Leuchtmittel im Außenbereich werden ausschließlich arten- bzw. insektenfreundliche Leuchtmittel verwendet.
    • Vorgaben: warmweiße Lichtfarben, keine Ultraviolett-Anteile, geringe Blauanteile.
  2. Die Verwaltung prüft den Einsatz sogenannter „mitlaufender Beleuchtung“bei Straßenlaternen:
    • dauerhaft niedriges Dimmlevel,
    • automatisches Hochfahren der Leuchten bei Bewegungserkennung.
  3. Bei geeigneten Straßenlaternen sollen Abblendblecheeingesetzt werden, um Licht gezielt auf die Verkehrsflächen zu lenken und Streuverluste in die Umgebung zu reduzieren.
  4. Es wird geprüft, welche Straßenlaternen – insbesondere in weniger frequentierten Bereichen wie z. B. in Bürgel – mit Zeitschaltuhrenversehen werden können.
  5. Ausnahmen gelten dort, wo rechtliche oder sicherheitsrelevante Vorgaben (z. B. verkehrssichernde Regularien) entgegenstehen.

Begründung:
Künstliches Licht in der Nacht trägt erheblich zum Rückgang der Artenpopulation (bspw. von Insekten, Fledermäusen) bei und wirkt sich negativ auf das ökologische Gleichgewicht aus. Gleichzeitig entstehen unnötige Energieverbräuche durch übermäßige oder ungerichtete Beleuchtung. Durch die konsequente Umstellung auf insektenfreundliche Leuchtmittel sowie intelligente Steuerungssysteme kann die Gemeinde Bodenheim einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz leisten, die Lebensqualität erhöhen und gleichzeitig Energiekosten reduzieren.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

Weiterführende Quellen:

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Antrag: Digitaler Gemeinderat

Bodenheim, 22.10.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, die Einführung von Live-Übertragungen öffentlicher Gemeinderatssitzungen zu prüfen und die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten.

Begründung:

Die Einführung von Videoaufzeichnungen und Live-Übertragungen öffentlicher Gemeinderatssitzungen erhöht die Transparenz und fördert die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Sie stellt ein niederschwelliges Angebot dar, das es den Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglicht, sich über die Arbeit des Gemeinderates zu informieren, insbesondere für diejenigen, die nicht persönlich an den Sitzungen teilnehmen können. Durch die erhöhte Sichtbarkeit der Diskussionen und Entscheidungen wird die Akzeptanz der Beschlüsse in der Öffentlichkeit gestärkt. Gleichzeitig trägt diese Maßnahme dazu bei, das Vertrauen in die lokale Politik zu fördern, indem die Arbeit des Gemeinderates für alle transparenter und zugänglicher gemacht wird. Diese Praxis hat sich bereits während der Corona-Pandemie bewährt und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern positiv angenommen.

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung mit der Konzeptionierung und Umsetzung eines Systems zur Live-Übertragung und ggf. Aufzeichnung öffentlicher Gemeinderatssitzungen.

Es sollen entsprechende technische Voraussetzungen, wie die Installation einer Videokamera sowie geeigneter Raum- und Tischmikrofone, geschaffen werden.

Die Videoaufzeichnung und Übertragung beschränken sich ausschließlich auf den öffentlichen Teil der Sitzungen.

Zur rechtlichen Absicherung und Transparenz wird diese Regelung gemäß §35 Abs. 1 der Gemeindeordnung in der Hauptsatzung festgehalten und verabschiedet.

Wir bitten zudem die Verwaltung einen Vertreter des Gemeinderates Nackenheim zu einer der kommenden Sitzungen der OG Bodenheim einzuladen, um mögliche offene Fragen der Gemeinderatsmitglieder zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Erhalt und Sicherung des Eichwegs als wichtige, beleuchtete Fuß- und Radwegeverbindung, Ausweisung als Fahrradstraße

Bodenheim, 22.10.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

der Eichweg sowie die angrenzenden Wegeverbindungen über die Felder werden derzeit intensiv von Fußgänger*innen, Radfahrenden und nichtmotorisierten Freizeitsportler*innen genutzt. Die Strecke ist eine zentrale Verbindung zu wichtigen Einrichtungen wie den beiden KiTas, den örtlichen Supermärkten, der Sport- und Festhalle, dem Gymnasium Nackenheim, den Arbeitsplätzen im Gewerbegebiet sowie weiteren Zielen des täglichen Bedarfs und der Naherholung. Sie ist dementsprechend Teil der offiziellen wegweisenden Rad- und Fußverkehrsbeschilderung. Und wie man an den Zielen erkennen kann, sind insbesondere Familien, die aktiv auf das Fahrrad setzen und ihren Kindern ein selbstbestimmtes Radfahren auch zumuten, sowie eben Kinder und Jugendliche von denkbaren Einschränkungen auf diesen Wegen direkt negativ betroffen.

Denn: Mit den geplanten Neubauten im betroffenen Bereich ist künftig mit einem erhöhten Aufkommen motorisierten Individualverkehrs (MIV) zu rechnen. Daraus ergeben sich absehbar Nutzungskonflikte, die insbesondere zulasten der Sicherheit, Aufenthaltsqualität und Attraktivität für Fuß- und Radverkehr gehen. Der bislang sichere, von Fußgängern und Radfahrenden stark frequentierte Weg, droht an Funktion, Attraktivität und Qualität zu verlieren.

Vor diesem Hintergrund stellt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN folgenden Antrag:

  1. Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, ein integriertes Konzept zur nachhaltigen und sicheren Verkehrsführung im Bereich des Eichwegs zu entwickeln, mit dem Ziel, den Eichweg als vorrangige, beleuchtete Achse für den nichtmotorisierten Verkehr dauerhaft zu sichern und aufzuwerten.
  1. Folgende Maßnahmen sollen dabei geprüft und möglichst umgesetzt werden:
  • Ausweisung als Fahrradstraße (nach § 45 StVO mit VZ 1026-36 landwirtschaftlicher Verkehr frei) vom Knoten Eichweg bis zur Hausnummer Eichweg 4, sowie von der Langen Ruthe bis Kreuzung Eichweg bzw. neuer Wendehammer, Ausweisung als Radweg mit VZ 1026-36 landwirtschaftlicher Verkehr frei bis zur Sport- und Kulturhalle am Bürgel
  • bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Reduktion des motorisierten Verkehrs,
  • klare Vorrangregelungen für den Rad- und Fußverkehr,
  • bauliche oder gestalterische Trennung der Verkehrsarten,
  • errichten eines Zebrastreifens zur sicheren Querung in Höhe der Kreuzung Hilgestraße/ Am Kümmerling und Eichweg
  • Erhalt und Aufwertung des Eichwegs als Erholungs- und Bewegungsraum für die Bevölkerung und für den aktiven Verkehr zur Erreichbarkeit der Einkaufsmärkte und der Arbeitsplätze im Gewerbegebiet.
  1. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob alternative Zufahrtslösungen für den motorisierten Verkehr zur Erschließung der Neubauten geschaffen werden können.
  1. Der gesamte Planungsprozess soll unter aktiver Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen, insbesondere unter Einbeziehung der Bodenheimer Bevölkerung, des Gymnasiums, von Vereinen sowie lokaler Umwelt- und Verkehrsinitiativen.

 

Begründung:
Die Förderung des Rad- und Fußverkehrs ist ein zentrales Ziel moderner, klima- und umweltgerechter Kommunalpolitik. Eine Ausweisung als Fahrradstraße stärkt diese Ziele und ist ein effektives Instrument zur Priorisierung des nichtmotorisierten Verkehrs. Wege wie der Eichweg sind von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung und müssen angesichts geplanter Neubauvorhaben rechtzeitig geschützt und entsprechend gestaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Reaktivierung der Brunnen auf Spielplätzen in Bodenheim

Bodenheim, 12.06.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

in den Sommermonaten gewinnen Spielplätze als Orte der Freizeitgestaltung und Abkühlung für Kinder zunehmend an Bedeutung. Auf mehreren Spielplätzen in Bodenheim befinden sich Brunnen, die grundsätzlich zur Erfrischung und zum Spielen hervorragend geeignet wären.
Nach unserem aktuellen Kenntnisstand sind jedoch alle diese Brunnen außer Betrieb und führen kein Wasser. Dies stellt aus unserer Sicht einen erheblichen Verlust an Aufenthaltsqualität und Spielwert für die Kinder dar – insbesondere in Zeiten zunehmend heißer und trockener Sommer.
Wir beantragen daher:

  • Die Prüfung aller vorhandenen Brunnen auf den Spielplätzen in Bodenheim hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit und Wasserführung.
  • Bei festgestelltem Wassermangel die Prüfung der Möglichkeit einer Nachbohrung oder Tiefenbohrung, um eine Wiederinbetriebnahme zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Beantragung einer Förderung eines weiteren Trinkwasserbrunnens für Hitzeperioden in der Ortsgemeinde Bodenheim über das Sonderförderprogramm „100 Trinkwasserbrunnen für Rheinland -Pfalz“ für Kommunen

Bodenheim, 12.06.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

hiermit beantragen wir, dass der Gemeinderat Bodenheim den Ortsbürgermeister beauftragt, im Rahmen des Sonderförderprogramms ‚100 Trinkwasserbrunnen für Rheinland-Pfalz‘ eine Förderung für einen zusätzlichen Trinkwasserbrunnen in Bahnhofsnähe zu beantragen.

Zudem soll geprüft werden, ob die beiden vorhandenen Trinkwasserbrunnen (Rheinallee/wvr, Gaustraße/Dolles funktionsfähig sind. Falls nicht, bitten wir um entsprechende Instandsetzung.

Begründung:

In Hitzewellen trifft die Hitze vor allem Menschen im versiegelten, bebauten Raum besonders heftig. Dort hält sich die Hitze erfahrungsgemäß auch tief in die Nacht hinein. Bei den zu erwartenden klimatischen Veränderungen, d.h. bei höheren Spitzentemperaturen und längeren Hitzeperioden ohne Abkühlung, gelten kühle öffentliche Räume und zugängliche Trinkwasserbrunnen als Mittel der Wahl, um besonders vulnerable Bürger*innen vor den Folgen der Überhitzung zu schützen.

Wir haben dafür auch Herrn Roepke von der wvr um eine Einschätzung gebeten. Seine Antwort:
„… im Klimawandel werden wir mit vermehrtem Hitzestress auch im öffentlichen Raum umgehen müssen. Dabei stellt auch der öffentliche Zugang zu Trinkwasser über entsprechende Trinkwasserbrunnen eine sinnvolle Anpassungs- bzw. „Linderungs-„maßnahme dar. Bereits bei der Erstauflage des Förderungsprogramms des MKUEM haben wir alle Gemeinden in unserem Versorgungsgebiet angeschrieben, auf das Programm aufmerksam gemacht und unser Unterstützungsangebot zur Umsetzung und Betrieb unterbreitet.“

Das im Jahr 2019 gestartete Förderprogramm „100 Trinkwasserbrunnen für Rheinland-Pfalz“ wurde bis zum 31. Mai 2026 verlängert. Die „Aufstellung öffentlicher, sogenannter Trinkwasserlaufbrunnen mit DVGW-zugelassenen oder vergleichbar zertifizierten Bauteilen, aufgestellt von Kommunen bzw. Kommunalen Wasserversorgungsunternehmen“ kann in diesem Programm durch das MKUEM mit jeweils bis zu 8.000 Euro bewilligt werden.

Beschlussvorschlag:
Der Gemeinderat wird gebeten, dem Antrag zuzustimmen und den Bürgermeister zu beauftragen, über das Förderprogramm ‚100 Trinkwasserbrunnen für Rheinland-Pfalz‘ die Förderung eines weiteren Trinkwasserbrunnens für die Ortsmitte (Bahnhofsnähe) zu beantragen und die Funktionsfähigkeit der bisherigen Trinkwasserbrunnen zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Änderungsantrag zur Beschlussvorlage 2025/006/094 vom 12.05.2025 Herstellung des Fuß-/Radweges zwischen Quartiersparkplatz Ölmühlstraße und Guckenbergstraße

Bodenheim, 18.05.2025

mit dem neuen Parkplatz an der Ölmühlstraße/ Vfb Vereinshaus wird wiederum weitere Fläche in Bodenheim versiegelt. Die Anträge der FWG und der GRÜNEN, eine Reduktion der Versiegelung herbeizuführen, blieben durch die Verwaltung unberücksichtigt. Aus diesem Grunde soll zumindest bei der Errichtung des Fuß-/Radwegs keine weitere Fläche versiegelt werden.

Daher beantragen wirf folgende Änderung zum Beschluss vom 12.05.2025 zur Herstellung eines Fuß-/Radwegs:

Anstelle des im Beschluss vorgesehenen Betonsteinpflasterbelags soll der Fuß-/Radweg mit einer wassergebundenen Decke (Schotterweg) ausgeführt werden.

Die Verwaltung wird beauftragt, diesen Änderungsantrag rechtzeitig zu prüfen und eine schriftliche Rückmeldung der Prüfung allen Fraktionen zur Verfügung zu stellen

Begründung:

Die versiegelte Ausführung durch Betonpflaster widerspricht dem Ziel eines naturnahen und ökologisch verträglichen Wegebaues. Eine unversiegelte wassergebundene Decke verbessert die Versickerungsfähigkeit, ist kostengünstiger und besser in die Umgebung eingebettet. Dies entspricht den Zielen der Gemeinde im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Anrag: Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h auf der Laubenheimer Straße / Wormser Straße (L431)

Bodenheim, 29.04.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

hiermit beantragen wir, dass der Gemeinderat Bodenheim den Ortsbürgermeister beauftragen möge, mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz über eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h auf der Laubenheimer Straße / Wormser Straße (L431) zu sprechen.

Diese Maßnahme ist dringend erforderlich, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden in diesem Bereich zu erhöhen und die Lärmbelästigung der Anwohner zu reduzieren.

Begründung:

  1. Schutz von Kindern, zu Fußgehenden und Radfahrenden

Das betreffende Gebiet wird stark von Fußgänger*innen und Radfahrenden frequentiert, insbesondere auch von Schulkindern, deren Schulweg von unterhalb der Bahnlinie über diese Straße führt. Eine Temporeduzierung trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei und reduziert das Risiko schwerer Unfälle erheblich.

  1. Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm

Im Lärmaktionsplan Verbandsgemeinde Bodenheim vom 08.01.2015 wurde auf die Überschreitung der Fassadenpegel (sowohl tags als auch nachts) hingewiesen. Die Maßnahmenvorschläge zur Reduzierung der Lärmbelastung (S. 46 des Lärmaktionsplan Verbandsgemeinde Bodenheim) sehen neben der Einrichtung eines nächtlichen LKW-Fahrverbots die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h vor. Durch die Geschwindigkeitsreduzierung wird eine spürbare Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner vom Verkehrslärm erwartet. Der Lärmschutz stellt einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung dar.

  1. Verbesserung Querungsmöglichkeiten

Die Laubenheimer Straße / Wormser Straße stellen eine zentrale Achse im Ort dar, über die sowohl der Schulweg als auch der Weg zum Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und Kleinbetriebe, die das Ortsleben stützen und prägen, führt. Die niedrigere Geschwindigkeit erleichtert das sichere Überqueren der Fahrbahn – insbesondere für Kinder, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen.

  1. Vorbildwirkung und nachhaltige Mobilität:

Die Maßnahme steht im Einklang mit unseren Zielen zur Förderung nachhaltiger und sicherer Mobilität sowie zur Verbesserung des innerörtlichen Lebensraums. Auch das Fahrradfahren wird auf diesen Straßen sicherer und komfortabler und damit insgesamt attraktiver.

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat möge diesen Antrag wohlwollend prüfen und den Bürgermeister beauftragen, mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz in entsprechende Verhandlungen einzutreten. Gegenstand dieser Verhandlungen könne auch sein, die Möglichkeiten auszuloten, unter denen die Ortsgemeinde selbst ein Tempolimit einführen könne, wenn sich dies als zielführend erweise – einschließlich einer etwaigen Verkehrsschau vor und nach Einführung eines probeweisen Tempolimits durch den zuständigen VG-Mitarbeiter.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Anrag: Einführung einer Mängelmelde-App für die Gemeinde Bodenheim

Bodenheim, 29.04.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

hiermit beantragen wir die Einführung einer digitalen Mängelmelde-Plattform in Form einer App, über die Bürgerinnen und Bürger unkompliziert Schäden, Störungen und Verbesserungsvorschläge im öffentlichen Raum melden können.

Begründung:

  1. Stärkung der Bürgerbeteiligung:

Eine Mängelmelde-App bietet den Bürger*innen die Möglichkeit, aktiv zur Verbesserung ihrer Gemeinde beizutragen. Sie können unkompliziert auf Missstände wie Schlaglöcher, defekte Straßenbeleuchtung, verschmutzte Spielplätze oder illegale Müllablagerungen hinweisen.

  1. Effizientere Verwaltung:

Die digitale Erfassung von Mängeln ermöglicht eine schnellere, strukturierte Bearbeitung durch die zuständigen Stellen der Verwaltung. Zudem lassen sich Wiederholungsmeldungen vermeiden und Prioritäten besser setzen.

  1. Transparenz und Rückmeldung:

Viele Mängelmelde-Systeme erlauben eine Rückmeldung an die meldende Person über den Bearbeitungsstand. Dies schafft Vertrauen in die Verwaltung und fördert die Transparenz kommunalen Handelns.

  1. Vorbildfunktion und Digitalisierung:

Zahlreiche Kommunen in Deutschland setzen bereits auf digitale Beteiligungsformate. Die Einführung einer Mängelmelde-App wäre ein sinnvoller Schritt im Rahmen der digitalen Transformation der Gemeinde Bodenheim.

Umsetzungsvorschlag:

Es kann auf bestehende Lösungen wie die Erweiterung der Funktionalität der Plattform „digitale-doerfer.de“ um das Modul „LösBar“ oder andere gängige Apps (z. B. “Mängelmelder”, “Sag’s uns einfach”, “Tellme Mängelmelder” etc.) zurückgegriffen werden, die sich problemlos in kommunale IT-Infrastrukturen integrieren lassen. (Alternativ kann eine eigenständige Anwendung in Zusammenarbeit mit einem IT-Dienstleister entwickelt werden.)

Wir bitten den Gemeinderat um Zustimmung zu diesem Antrag sowie um die Prüfung und zeitnahe Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Einführung einer solchen Plattform.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Anschaffung von Gitterboxen mit Sandspielsachen auf den Spielplätzen

Bodenheim, 29.04.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, Gitterboxen für die Spielplätze in Bodenheim anzuschaffen.

Begründung:

Eltern, die mit Kleinkindern auf den Spielplätzen unterwegs sind, bringen oft ihr eigenes Spielzeug mit, was nicht nur unpraktisch ist, sondern auch dazu führt, dass viele Kinder das gleiche Spielzeug nutzen. Eine privat initiierte Maßnahme am Spielplatz „An der Reithalle“ hat gezeigt, dass eine Gitterbox mit Sandspielzeug für die Kinder sehr gut angenommen wird. Die Box wird rege genutzt und trägt somit zu einer besseren Nutzung des Spielplatzes bei. Diese positive Erfahrung sollte auch auf andere Spielplätze in Bodenheim ausgeweitet werden.

Die voraussichtlichen Kosten für die Umsetzung belaufen sich auf ca. 100-150 Euro pro Spielplatz. Einmal jährlich sollte überprüft werden, ob die Spielsachen noch in gutem Zustand sind und gegebenenfalls ersetzt werden müssen.

Anstatt ausschließlich neue Spielsachen zu kaufen, könnte eine Option sein, gebrauchte Sandspielsachen durch einen kleinen Aufruf in der Gemeinde zu sammeln, um die Anschaffungskosten zu senken und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu fördern.

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat beschließt die Anschaffung der Gitterboxen inklusive einem Starterpaket für die Sandspielsachen für die gemeindeeigenen Spielplätze.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Anfrage: Fördermittel

Bodenheim, 29.04.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie, uns die folgenden Informationen zur Verfügung zu stellen:

  1. Welche Fördermittel wurden für unsere Gemeinde in den letzten 5 Jahren beantragt und/oder genehmigt und/oder sind noch nicht abgerufen/abgerechnet?
  2. Bis zu welchem Zeitpunkt müssen diese Fördermittel von der Gemeinde abgerufen bzw. abgerechnet werden?
  3. Welche Zweckbindung besteht für diese Fördermittel?
  4. Wer ist der Fördermittelgeber?

Wir danken Ihnen im Voraus für die Beantwortung unserer Anfrage und stehen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Ehrenbürgerschaft für Horst Kasper

Bodenheim, 17.03.2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, dem ehemaligen Bürgermeister Horst Kasper die Ehrenbürgerschaft zu verleihen.

Begründung:

Gemäß Ehrenordnung der Ortsgemeinde Bodenheim vom 31.03.2015 kann die Goldene Ehrenmedaille mit Ehrenbrief und Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Bodenheim an Persönlichkeiten verliehen werden, „die sich durch herausragende Verdienste auf politischem, ehrenamtlichem, kulturellem, sozialem, wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, sportlichem oder vergleichbarem Gebiet zum Wohle der Ortsgemeinde Bodenheim verdient gemacht haben

Die Verdienste Horst Kaspers um die Gemeinde Bodenheim als langjähriger Bürgermeister (1973-1984) und als politisch aktiver Mitbürger, insbesondere auch im kulturellen Bereich, stehen außer Frage. Zu Recht wurde er 2000 mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz, 2006 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland) und 2010 mit der Freiherr-von-Stein-Plakette des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Für unseren Antrag auf Ehrenbürgerschaft möchten wir ein Argument besonders stark machen, das sicher auch seiner eigenen Schwerpunktsetzung entspricht: Horst Kasper hat sich wie niemand sonst um die Rekonstruktion und Erinnerung der jüdischen Geschichte Bodenheims eingesetzt. Dieses Engagement wird auch in den jüdischen Gemeinschaften in Deutschland breit und überregional gesehen, gewürdigt und wertgeschätzt. Sichtbaren Ausdruck dieser Anerkennung fand seine Aktivität beispielsweise in der Auszeichnungsurkunde durch die Obermayer German Jewish History Awards für seinen Beitrag zur Erinnerung an die jüdische Geschichte. Horst Kasper verdankt die Ortsgemeinde die Sanierung des Jüdischen Friedhofs und eine Würdigung der Geschichte des Friedhofs in Buchform („Der jüdische Friedhof in Bodenheim und Schicksale der ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Bodenheim und Nackenheim“). Horst Kasper war auch Mit-Initiator der Verlegung von Stolpersteinen. Bis heute hält er Kontakt zu Nachfahren wie z.B. der Familie Dolles, für deren Familiengeschichte er sich zugleich durch die Einwerbung von Geldern und die Beauftragung einer historischen Rekonstruktion (https://www.historischer-verein-rheinhessen.de/index.php?id=24374) kümmert.

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat verleiht Horst Kasper gemäß Ehrenordnung der Ortsgemeinde Bodenheim vom 31.03.2015 die Ehrenbürgerschaft der Ortsgemeinde Bodenheim (Goldene Ehrenmedaille verbunden mit der Ehrenbürgerschaft mit Ehrenbrief).

Die Ortsgemeinde veröffentlicht alle Ehrenbürgerschaften in geeigneter Form als eigenen Menüpunkt auf der Homepage der Ortsgemeinde unter „Bodenheimer Geschichte“ (derzeit https://www.bodenheim.de/die-gemeinde/bodenheimer-geschichte/).

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zwischen
der Straße „Am Mühlbach“und „Hilgestraße“

Bodenheim, 17.12.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantragen wir eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h zwischen der Straße „Am Mühlbach“ und der „Hilgestraße“. Diese Maßnahme ist dringend erforderlich, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden in diesem Bereich zu erhöhen.

Begründung:

1.  Schutz der Kinder:

In der betreffenden Zone befinden sich die zwei Kindertagesstätten „Mühlbachstörche“ und „Schatzkiste“ sowie der Indoor-Spielplatz „Kids Planet“. Die Sicherheit der Kinder hat höchste Priorität. Eine Temporeduzierung auf 30 km/h würde das Risiko von Unfällen erheblich verringern und eine sichere Umgebung für die Kinder gewährleisten.

2. Schutz von zu Fuß Gehenden und Radfahrenden

Neben dem Einzelhandel im Bereich „Lange Ruthe“ ist vor allem im Bereich „Am Kümmerling“ Gewerbe ansässig, welches durch hohes Be- und Entladeaufkommen geprägt ist. Die Be- und Entladungen erfolgen überwiegend im Gehwegs- und Straßenbereich. Dies ist eine zusätzliche Gefahrenquelle für den Straßenverkehr aber vor allem auch für zu Fuß Gehende und Radfahrende. Die zum Teil sehr komplexen Verkehrssituationen, insbesondere bei „rechts vor links“-Regelungen, führen zu Verwirrung und erhöhen die Unfallgefahr.

3.Verkehrsaufkommen:

Das Gewerbegebiet zieht zahlreiche Fahrzeuge an, was insbesondere zu Stoßzeiten zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führt. Eine niedrigere Geschwindigkeit trägt zur Minderung von Lärm und Emissionen bei und fördert ein besseres Wohn- und Arbeitsumfeld.

Die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h würde nicht nur die Sicherheit für, Kinder. Zu Fuß Gehende und Radfahrende erhöhen, sondern auch den Verkehrsfluss verbessern und die Lärmbelastung reduzieren.

Wir bitten den Gemeinderat, diesen Antrag wohlwollend zu prüfen und die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Anfrage: Budget Baumpflege und -pflanzungen

Bodenheim, 17.12.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

für den Haushalt 2025 sind Mittel i.H.v. 116.000 Euro (s. Mail vom 11.12.2024) für Baumpflege und -pflanzungen vorgesehen, neben den noch zu übertragenden Mitteln aus 2024.

Wir bitten um Aufstellung, der bereits gebundenen Mittel (bspw. Pflege Baumbestand, bereits eingeplante Neupflanzungen) als auch der frei zur Verfügung stehenden Mittel für 2025.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Anfrage: Freiwillige Leistungen

Bodenheim, 17.12.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

in den Debatten um den Haushalt Ende 2024 als auch in der Arbeitsgemeinschaft „Gebührenordnung“ wurden vereinzelten Vereinen/sonstige Gruppen erwähnt, die direkte oder indirekte monetäre Vorteile der Gemeinde erhalten. Als Beispiele:

– Einnahmen Sendemast an den Jagdverein

– Kostenloser Herrmann Weber Saal für den Chor

– Anteilige Übernahme der Kosten für den Verkehrsverein Bodenheim

– Nutzung Haus Friesenecker durch die VHS

Wir bitten um Erstellung einer Übersicht, welche Vorteile wem, in welcher Höhe und aus welchem Grund gewährt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Haushaltsrede der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Haushalt 2025 der Ortsgemeinde Bodenheim

Bodenheim, 17.12.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates,

der nun vorliegende Haushalt für das Jahr 2025 verdeutlicht uns schwarz auf weiß die Herausforderungen, vor denen unsere Gemeinde steht. Die finanzielle Situation ist angespannt und bietet weder für 2025 noch für die Folgejahre größere Handlungsspielräume. Der Haushaltsplan lässt jedoch erkennen, dass die Verwaltung das Bestreben hat, diese schwierige Situation zu meistern.

Vergangene Fehler holen uns heute und morgen ein

Die Ausgabenpolitik der vergangenen Jahre war übermäßig ambitioniert:

  • Es wurden Straßen saniert, die keiner Sanierung bedurften.
  • Die monetäre Aufwertung von Gewerbe- und Landwirtschaftsflächen zu Bauland kam einzig und allein Investoren zugute. Auf Umlegung, Flächenabzug und Abschöpfungen des Planungsgewinns wurde verzichtet.

Die Investitionen der vergangenen Jahre erscheinen in dieser Perspektive weder priorisiert noch strategisch. Sie treiben stattdessen unsere heutigen und zukünftigen Tilgungs- und Zinsbelastungen in die Höhe. Wir haben eine der höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen in unserem Landkreis trotz der vergleichsweise hohen Gewerbesteuereinnahmen.

Unsere Hoffnung liegt nun in einer politisch breit aufgestellten Verwaltung sowie in einer konsensualen Zusammenarbeit im Gemeinderat. Es gilt, gemeinsam und parteiübergreifend Prioritäten festzulegen und strukturell wichtige Investitionsentscheidungen zu treffen.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz fehlen als Leitprinzipien

Flutkatastrophe in Pakistan, die verheerenden Starkregenereignisse im Ahrtal 2021 oder im Oktober dieses Jahres die großen Überschwemmungen in Spanien – all das mag weit entfernt sein. Doch 2023 hat uns vor Augen geführt, dass der Klimawandel nicht vor Bodenheim Halt macht: Die Menschen werden sich an unser einschneidendes Starkregenereignis noch lange erinnern.

Für uns als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist es unverständlich, dass diese globale Entwicklung in den lokalen politischen Entscheidungen so wenig Berücksichtigung findet. Natürlich können wir in Bodenheim den Klimawandel nicht stoppen, aber es ist unsere Pflicht dafür Sorge zu tragen, die Auswirkungen auf unsere Bürgerinnen und Bürger so weit wie nur möglich zu minimieren.

Dies beginnt mit dem Starkregenkonzept, für das bereits Vorschläge vorliegen – und endet nicht dort. Die Mittel für dessen Umsetzung sind auf ein Minimum reduziert, und es ist zu vermuten, dass ein Vielfaches hiervon erforderlich ist, um spürbare Entlastung bei künftigen Ereignissen zu erzielen.

Es ist zudem widersprüchlich, dass in Bodenheim in den letzten 9 Jahren über 240 Bäume gefällt wurden, gleichzeitig wurden Nachpflanzungen nicht ausreichend berücksichtigt.

Dabei tragen Begrünung und Bäume stark dazu bei, die Auswirkungen von Starkregenereignissen abzumildern und dessen Schäden zu reduzieren. Sie spielen eine wichtige Rolle im natürlichen Wassermanagement und tragen zur Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen bei.

Außerdem treiben wir die Versiegelung im Ort weiter voran, wie etwa am geplanten Quartiersparkplatz:  Hier sollen wichtige Freiflächen versiegelt werden und zudem wird noch potenzieller Wohnraum vernichtet.

Wir brauchen Mut zu neuen Wegen

Dieser Haushalt verdeutlicht, dass wir vor herausfordernden Zeiten stehen. Nun braucht es den Mut und den Willen aller, die strukturellen Defizite zu beseitigen und entsprechend umzusteuern:

  • Eine strategische Finanzplanung, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Mittelpunkt rückt und dabei notwendige Handlungsspielräume schafft.
  • Ein ganzheitliches und nachhaltiges Ortsentwicklungskonzept, das parteiübergreifend getragen wird und eine klare Vision für das Bodenheim der Zukunft bietet.
  • Einen kritischen Blick auf künftige Investitionen, der eine umfassende Betrachtung der Folgekosten einschließt.
  • Eine stärkere Bürgerbeteiligung bei großen Investitionen, um die Prioritäten der Bürgerinnen und Bürger besser zu berücksichtigen.

Unser Fazit

Der Haushaltsplan 2025 und die Prognosen ab 2026 machen eine Realität deutlich, die wir nicht ignorieren können. Wir erkennen den Konsolidierungskurs an. Zugleich kritisieren wir bereits getroffene Investitionsentscheidungen der letzten Jahre.

Trotz aller Herausforderungen blicken wir voller Zuversicht mit der neuen Zusammensetzung des Gemeinderates auf unsere Zukunft in Bodenheim – mit dem Fokus auf die Menschen und eine gelebte Dorfgemeinschaft.

Die Fraktion BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN stimmt dem Haushalt 2025 zu.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

>> Rede als pdf-Download

Antrag: Digitaler Gemeinderat

Bodenheim, 22.10.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, die Einführung von Live-Übertragungen öffentlicher Gemeinderatssitzungen zu prüfen und die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten.

Begründung:

Die Einführung von Videoaufzeichnungen und Live-Übertragungen öffentlicher Gemeinderatssitzungen erhöht die Transparenz und fördert die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Sie stellt ein niederschwelliges Angebot dar, das es den Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglicht, sich über die Arbeit des Gemeinderates zu informieren, insbesondere für diejenigen, die nicht persönlich an den Sitzungen teilnehmen können. Durch die erhöhte Sichtbarkeit der Diskussionen und Entscheidungen wird die Akzeptanz der Beschlüsse in der Öffentlichkeit gestärkt. Gleichzeitig trägt diese Maßnahme dazu bei, das Vertrauen in die lokale Politik zu fördern, indem die Arbeit des Gemeinderates für alle transparenter und zugänglicher gemacht wird. Diese Praxis hat sich bereits während der Corona-Pandemie bewährt und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern positiv angenommen.

Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung mit der Konzeptionierung und Umsetzung eines Systems zur Live-Übertragung und ggf. Aufzeichnung öffentlicher Gemeinderatssitzungen.

Es sollen entsprechende technische Voraussetzungen, wie die Installation einer Videokamera sowie geeigneter Raum- und Tischmikrofone, geschaffen werden.

Die Videoaufzeichnung und Übertragung beschränkt sich ausschließlich auf den öffentlichen Teil der Sitzungen.

Zur rechtlichen Absicherung und Transparenz wird diese Regelung gemäß §35 Abs. 1 der Gemeindeordnung in der Hauptsatzung festgehalten und verabschiedet.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag: Mähfreier Mai

Bodenheim, 22.10.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, sich an der Aktion Mähfreier Mai zu beteiligen, um einen wirksamen Beitrag gegen den Biodiversitätsverlust zu leisten.

Begründung:
Die Insektenvielfalt reduziert sich dramatisch, sie ist jedoch die Grundlage einer gesunden Umwelt. Ein Grund für den Rückgang liegt im Verschwinden von Nahrungsquellen wie etwa Wildblumen. Generell bedroht eine fortschreitenden Zerstörung der Lebensräumen/Ökosysteme die biologische Artenvielfalt. Im Mai ist das Nahrungsangebot für Insekten noch sehr dürftig. Zu diesem Zeitpunkt wachsen aber bereits Pflanzen und Wildkräuter, die Insekten als Nahrungsquelle dienen.

Darauf reagiert seit 2019 die Initiative Mähfreier Mai. In den letzten Jahren haben sich viele deutsche Kommunen der Initiative angeschlossen. Der Nutzen der Initiative ist inzwischen auch durch einschlägige Forschung belegt – und er geht über die Insekten, deren Populationsaufbau im Mai für die Populationsgrößen sehr wichtig ist, hinaus, da auch die Vogelwelt vom größeren Nahrungsangebot profitiert. Eine erfolgreiche Aufzucht von Singvögeln ist von einem reichhaltigen Insekten-Angebot abhängig. Zudem sind die Insektenbestände auch für reine Insektenfresser wie den besonders geschützten Braunbrustigel und die bedrohten Fledermäuse wichtig.
Bodenheim verfügt über Grünflächen, die sich für den “Mähfreien Mai” eignen. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht werden ungeeignete Flächen von der Aktion ausgenommen.

Eine öffentlichkeitswirksame Berichterstattung wird dazu beitragen, Verständnis und Akzeptanz zu schaffen und auf diese Weise einen möglichst großen Anteil der Bevölkerung mitzunehmen.

Beschlussvorschlag:
Die Ortsgemeinde Bodenheim schließt sich ab dem Jahr 2025 der Aktion „Mähfreier Mai“ an, verzichtet auf das Mähen aller geeigneten Grünflächen im Mai und fördert damit die Artenvielfalt und Biodiversität.
Die Teilnahme an der Initiative wird öffentlichkeitswirksam begleitet, um den Bürger*innen Nutzen und Vorteile aufzuzeigen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag zur Umsetzung des Förderprogramms der KfW: „NKK – Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“

Bodenheim, 11.09.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

wie bereits den anderen Fraktionen am 06.09.2024 zur Kenntnis vorgelegt und mit dem Bürgermeister/VG-Verwaltung vorbersprochen, reicht die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Gemeinderat Bodenheim folgenden Antrag ein:

Die Verwaltung der Gemeinde Bodenheim wird beauftragt, das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) „NKK – Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ in der Gemeinde Bodenheim umzusetzen. Ziel des Antrags ist es, den ersten Teilbereich (A) des Förderprogramms, die Umstellung auf naturnahes Grünflächenmanagement, in Bodenheim zu realisieren.

Das Förderprogramm bietet einen Zuschuss von 80 Prozent der förderfähigen Kosten, wodurch die Gemeinde Bodenheim eine erhebliche finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung dieser Maßnahmen erhält.

Folgende Schritte sind im Rahmen des Teilbereichs (A) umzusetzen:

  1. Erstellung von Pflegekonzepten und -plänen (A.1):
    Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten und unter Einbeziehung der lokalen Gegebenheiten, Pflegekonzepte und -pläne für die gemeindeeigenen Grünflächen zu entwickeln. Diese Konzepte sollen nachhaltige, naturnahe Pflegepraktiken fördern und den Erhalt der Artenvielfalt sicherstellen.
  2. Beschaffung von technischer Ausstattung (A.2):
    Die Verwaltung soll die notwendigen Schritte einleiten, um geeignete technische Ausrüstung zu beschaffen, die für die Pflege und Bewirtschaftung der Grünflächen nach den neu erstellten Pflegekonzepten notwendig ist.
  3. Anlage- und Aufwertungsmaßnahmen von Grünflächen (A.3):
    Die Gemeinde soll Maßnahmen zur Anlage neuer (z.B. durch Entsiegelung) sowie zur Aufwertung bestehender Grünflächen durchführen.
  4. Aus- und Weiterbildung des Personals (A.4):
    Um eine qualifizierte Umsetzung der Maßnahmen zu gewährleisten, soll die Verwaltung Schulungs- und Weiterbildungsprogramme für das Personal der Gemeinde anbieten. Diese sollen sich insbesondere auf naturnahes Grünflächenmanagement und den Einsatz der neu beschafften technischen Ausstattung konzentrieren.

Begründung
Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Naturnahes Grünflächen-management trägt nicht nur zum Erhalt der Biodiversität bei, sondern auch zur Verbesserung des lokalen Klimas, zur Reduzierung von Hitzeinseln in der Gemeinde und zur Erhöhung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Die finanzielle Unterstützung durch das KfW-Förderprogramm „NKK – Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ ermöglicht es der Gemeinde Bodenheim, diese Ziele auf nachhaltige Weise zu verfolgen und gleichzeitig die kommunalen Finanzen zu entlasten.

Wir bitten um die Zustimmung des Gemeinderats zu diesem Antrag und um eine zügige Umsetzung der genannten Maßnahmen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag Verbesserung der ökologischen Gestaltung und des Mikroklimas der im Rahmen der Ortskernsanierung neu gestalteten Straßen.

Bodenheim, 11.09.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Gemeinderat Bodenheim stellt hiermit folgenden Antrag:

1. Vergrößerung und naturnahe Bepflanzung der Randflächen
Die Randflächen der neugestalteten Straßen (Mainzer-Pfort-Straße, Mainzer Straße, Rathausstraße, Zwerchgasse und Gaustraße) sollen entsiegelt und somit vergrößert werden. Die aktuell nur mit einzelnen Pflanzen versehenen Flächen sind in ökologisch wertvolle, kleine Grünflächen umzuwandeln. Dabei ist zu prüfen, ob eine Bepflanzung möglich ist, die Schatten spendet und somit zur weiteren Verbesserung des Mikroklimas beiträgt.

  1. Überarbeitung der Pflanzkübel
    Die vorhandenen Pflanzkübel in den genannten Bereichen sollen mit einer neuen, naturnahen und ökologischen Bepflanzung versehen werden. Dabei ist zu prüfen, ob eine Bepflanzung möglich ist, die Schatten spendet und somit zur weiteren Verbesserung des Mikroklimas beiträgt. Dies könnte durch die Verwendung von Sträuchern, kleinen Bäumen oder großwüchsigen Stauden erfolgen.
  2. Berücksichtigung von Baumscheiben in der Gaustraße
    In der aktuell sanierten Gaustraße sollen Baumscheiben vorgesehen werden, um zukünftig schattenspendende Bäume pflanzen zu können. Diese Maßnahme ist angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der damit verbundenen steigenden Temperaturen von besonderer Bedeutung. Schattige Bereiche tragen erheblich zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger bei und verbessern die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
  3. Installation von Bänken
    Zusätzlich schlagen wir vor, in den genannten Straßen zu prüfen, ob schattige Plätze für die Installation von Bänken für ältere Mitbürger geschaffen werden können. Diese Maßnahme würde die Aufenthaltsqualität insbesondere für ältere Menschen verbessern, die auf Ruhemöglichkeiten angewiesen sind.

Begründung
Die vorgenannten Maßnahmen tragen wesentlich zur Förderung der Biodiversität, zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Erhöhung der Lebensqualität in Bodenheim bei. Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels sind solche ökologischen Anpassungen im öffentlichen Raum von großer Bedeutung. Wir bitten den Gemeinderat, diesem Antrag zuzustimmen und die vorgeschlagenen Maßnahmen zeitnah umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Antrag Gemeinsame Selbstverpflichtung für Wahlwerbung in Wahlkampfzeiten

Bodenheim, 11.09.2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, dass sich alle im Ortsgemeinderat vertretenen Parteien verpflichten, Wahlplakate während der Wahlkampfzeiten in Bodenheim nur an zentralen und miteinander und mit der Verwaltung abgesprochenen Orten aufzuhängen.

Begründung:

  1. Rückmeldung der Bevölkerung: In der Wahlkampfzeiten gab es Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass die übermäßige Anzahl an Wahlplakaten das Ortsbild beeinträchtigt.
  2. Erhöhte Akzeptanz: Eine Reduzierung und Zentralisierung der Plakate erhöht die Akzeptanz für den Wahlkampf in der Bevölkerung, da die Bürgerinnen und Bürger sich nicht mehr durch die übermäßige Plakatierung gestört fühlen.
  3. Kosteneinsparung: Durch die Beschränkung auf zentrale Orte können die Parteien Geld sparen, das für andere Zwecke sinnvoller aufgewendet werden kann.
  4. Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung: Die Produktion und Anbringung der zahlreichen Wahlplakate führen zu erheblicher Umweltbelastung. Wahlplakate erfordern oft den Einsatz von Kunststoffmaterialien und erzeugen eine erhebliche Menge an Müll.
  5. Gleichbehandlung der Parteien: Durch die Festlegung einer begrenzten Anzahl von Plakatierungsorten wird sichergestellt, dass alle Parteien die gleichen Chancen und die gleiche Sichtbarkeit erhalten, was zu einem faireren Wahlkampf beiträgt.

Lösungsvorschlag:

  • Wahlplakate der Parteien dürfen nur an zentralen Orten aufgehängt werden. Die Gemeindeverwaltung legt in Zusammenarbeit mit den Parteien eine begrenzte Anzahl von zentralen Plakatierungsorten fest, die für alle Parteien zugänglich sind.
  • Diese Orte sollten so ausgewählt werden, dass sie eine hohe Sichtbarkeit bieten, leicht zugänglich sind und regelmäßig frequentiert werden.
  • Durch die Zentralisierung wird es zudem ermöglicht, auch Plakate mit mehr Inhalten (beispielsweise detailliertere Wahlprogramme) auf den Plakaten zu veröffentlichen.
  • Diese zentralen Orte bieten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich gebündelt und übersichtlich über die verschiedenen Parteien und deren Programme zu informieren.
  • Jede Partei erhält die Möglichkeit, eine vorher miteinander vereinbarte, für alle gleiche Zahl an Plakaten in einheitlichen Formaten aufzuhängen, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
  • Die Parteien verzichten auf Hohlkammerplakate, für deren Produktion Polypropylen verarbeitet wird. Parteien, die bereits anderweitig auf die Produktion von Hohlkammerplakaten verpflichtet sind, verpflichten sich zugleich, das Polypropylen im Nachgang zur Wahl dem Recycling zuzuführen.
  • Diese Regelung gilt für alle Wahlkämpfe einschließlich der Bundestagswahl.
  • Nicht in dem Gemeinderat vertretende Parteien, werden über diese Vereinbarung informiert mit der Bitte um Beteiligung.

Ausnahmen: Es handelt sich bei diesem Beschluss auf Grund des Vorrangs Art. 21 Abs. 1 Satz 1 GG um eine Selbstverpflichtung der Bodenheimer Parteien. Das Aufstellen von Wahlsichtwerbung kann nur unter engen Voraussetzungen rechtlich beschränkt oder verboten werden. Parteien, die nicht dem Gemeinderat angehören und neu im Ort auftreten, fühlen sich an diese Regelung ggf. nicht gebunden bzw. können von der Regelung aufgrund der Gesetzeslage abweichen. Die in Bodenheim bisher auftretenden Parteien fühlen sich an den Beschluss gebunden. Der Beschluss wird in geeigneter Form veröffentlicht.

Beschluss:
Die im Gemeinderat Bodenheim vertretenen Parteien mögen beschließen, dass ab sofort Wahlplakate nur noch an zentralen Orten, die mit der Verwaltung abgestimmt werden, aufgehängt werden, um die oben genannten Ziele zu erreichen. Nach der ersten anstehenden Wahl (bspw. Bundestagswahl 2025) wird dieser Beschluss erneut im Gemeinderat aufgerufen und geprüft, ob Anpassungen erforderlich sind.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich

Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim

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Anfrage zur Nachpflanzung von Bäumen gemäß Gemeinderatsbeschluss von 1981

Bodenheim, 22.08.2024

Sehr geehrter Herr Mutzke,

im Gemeinderatsbeschluss von 1981 wurde festgelegt, dass für jeden gefällten Baum vier Gehölze nachgepflanzt werden müssen. Sowohl die SPD- als auch die CDU-Fraktionen haben bereits im Jahr 2021 diesbezüglich entsprechende Anfragen und Anträge eingebracht.

Die aktuelle Situation der fehlenden Nachpflanzung von Bäumen, insbesondere in Zeiten des Klimawandels, stellt eine existenzielle Bedrohung für unsere Gemeinde dar. Wir können es uns nicht leisten, auf die dringend notwendige Nachpflanzung zu verzichten.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie bitten, die im Anhang beigefügten Fragen bis zum 30.09.2024 durch die Verwaltung der Verbandsgemeinde beantworten zu lassen.

Für Ihre Unterstützung in dieser wichtigen Angelegenheit bedanken wir uns im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Richterich
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OG Bodenheim


Anhang

Baumbestände:

  1. Wie viele Bäume wurden seit 1981 gefällt und wie viele Nachpflanzungen erfolgten seitdem?
    • Was ist geplant, um das Delta zwischen den gefällten Bäumen und den notwendigen Nachpflanzungen (vier Nachpflanzungen pro gefälltem Baum) auszugleichen?
  2. Wurde der Gemeinderatsbeschluss von 2023 zur Nachpflanzung von 60 Bäumen bereits vollständig umgesetzt? Wie viele dieser Nachpflanzungen stehen noch aus, und bis wann werden diese erfolgen?
  3. Welche Standorte sind für zukünftige Nachpflanzungen vorgesehen? Wurden hierbei auch Ausgleichsflächen oder Bereiche außerhalb des Siedlungsgebietes in Betracht gezogen?
  4. Wurde der Einsatz von Wurzelschutzfolien oder ähnlichen Maßnahmen in Kombination mit heimischen Flachwurzlern geprüft, um die Beeinträchtigung von Versorgungsleitungen zu minimieren?
  5. Wann wird die Vervollständigung des Baumkatasters, einschließlich der Gehölze außerhalb des Siedlungsraumes, abgeschlossen sein?
  6. Wo in der Gemarkung befinden sich Bäume mit besonderem Schutzstatus gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)?
  7. Wann erfolgt die Nachpflanzung der beiden fehlenden Bäume auf der Ausgleichsfläche Katzenäcker?
  8. Der gefällte Baum am Spielplatz an der Reithalle befand sich unmittelbar hinter einer Garage. Ist an dieser Stelle eine Nachpflanzung geplant, da hier kaum mit Beeinträchtigungen für die Anwohner zu rechnen ist?
  9. Wir bitten um quartalsweisen Sachstandsbericht zum Thema durch die Abteilung „Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen“ der VG im Gemeinderat Bodenheim als festen, wiederkehrenden Tagesordnungspunkt.
  10. Wir bitten um die quartalsweise Übersendung des Auszugs des Baumkatasters als Export (bspw. im Shape-Format)
  11. Wir bitten ebenso um eine Übersicht der vorhandenen Ausgleichsflächen als auch der gemeindeeigenen Grünflächen.

Sonstiges:

  1. Wir beantragen zudem die Wiederaufstellung eines Gewässerpflegeplans.
  2. Bis wann ist mit der Erstellung eines Lageplans der Gewässer, einschließlich Rückhaltebecken, Durchlässen, Einläufen, Pumpwerken etc., zu rechnen?

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