Wir laden euch herzlich zum 2. Café im Grünen am 13. September ab 14 Uhr ein. Der Dollespark bietet sowohl Sonne als auch schattige Plätze und viel Raum zum Toben für die Kids. Diese können sich auf das beliebte Papierschöpfen mit Nicole freuen, außerdem über das Glücksrad und die Aktionen der Naturschutzgruppe und natürlich das Spiele-Mobil der Gemeinde. Die bekannte Künstlerin Farzana Ahmady bietet einen kleinen Malkurs an. Es gibt Kuchen und Herzhaftes, Kaffee und kalte Getränke. Sollte es regnen, ziehen wir unter die Arkaden am Rathaus um.

Die Bouleplätze sind für euch reserviert, freut euch auf eine Einführung und ein kleines Turnier. Mit dabei sind diesmal außerdem die KulturBunten, die Naturschützer und der Verein „Nicht reden – machen“.

Die Spenden für Speisen und Getränke gehen wie immer an eine soziale Einrichtung in Bodenheim.

Die Grünen freuen sich auf euch!

Verpasste Chance für mehr Transparenz: Gemeinderat Bodenheim lehnt Livestream erneut ab
Grünen-Antrag für digitale Übertragung der Ratssitzungen scheitert trotz geschlossener Zustimmung von Grünen und CDU – externe Beratung bestätigt gute Erfahrungen mit Livestreams

 

Bodenheim, 21. August 2026 – Mehr Transparenz, mehr Bürgernähe und echte digitale Teilhabe: Das waren die Ziele des erneut von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Antrags, die öffentlichen Sitzungen des Bodenheimer Gemeinderats künftig live im Internet zu übertragen. In der Sondersitzung am 18. August fand der Antrag erneut nicht die erforderliche Mehrheit. Die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU stimmten geschlossen für die Einführung des Livestreams. Am Ende fehlte lediglich eine Stimme für die notwendige Mehrheit von 13 Stimmen. Auch Ortsbürgermeister Jens Mutzke hatte sich für die künftige Übertragung ausgesprochen.

 

„Wir reden hier nicht über ein Nice-to-have, sondern über eine zeitgemäße Form demokratischer Öffentlichkeit“, erklärt Jens Richterich, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Unsere Gemeinderatssitzungen sind öffentlich. Ein Livestream würde diese Öffentlichkeit lediglich ins digitale Zeitalter übertragen und damit Menschen erreichen, die heute faktisch von der Teilnahme ausgeschlossen sind.“
Richterich verweist insbesondere auf Familien, Berufstätige und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die Sitzungen fänden am Abend statt und seien für junge Familien vielfach nur schwer wahrnehmbar. Hinzu kommt: Der derzeitige Sitzungsraum im Obergeschoss des Alten Rathauses ist nicht barrierefrei erreichbar. „Wenn eine öffentliche Sitzung nur deshalb nicht verfolgt werden kann, weil jemand abends familiär gebunden ist oder das Rathaus nicht ohne Weiteres erreichen kann, dann ist ein digitaler Zugang ein konkreter Beitrag zu mehr Barrierefreiheit und Bürgerbeteiligung.“

 

In der Sondersitzung wurden auch die rechtlichen und praktischen Fragen eines Livestreams fachlich beleuchtet. Ortsürgermeister René Adler aus der Nachbargemeinde Nackenheim berichtete aus eigener kommunaler Erfahrung. Zudem stand eine Expertin des Städte- und Gemeindebundes zur Verfügung, die auf mehr als zehn Jahre Erfahrung mit der Digitalisierung kommunaler Gremien zurückblicken kann. Beide äußerten sich sehr positiv zu einem solchen Angebot. Offene rechtliche Fragen konnten dabei geklärt werden. Die Erfahrungen aus der Praxis seien durchweg gut; die Bevölkerung nehme die Möglichkeit der digitalen Teilnahme zahlreich an.

 

Damit wurden zugleich zentrale Einwände gegen den Livestream entkräftet. So wurde aus den Reihen der Gegner argumentiert, der Gemeinderat müsse ein „geschützter Raum“ bleiben. Dieses Argument greift aus Sicht von Grünen und CDU zu kurz: Die Sitzungen des Gemeinderats sind bereits heute gesetzlich öffentlich. Der Livestream würde diese Öffentlichkeit nicht erweitern, sondern lediglich zeitgemäß und niedrigschwellig zugänglich machen. Auch die Befürchtung, Sitzungen könnten privat mitgeschnitten und anschließend in sozialen Medien negativ dargestellt werden, bestätigte die hinzugezogene Expertin aus ihrer langjährigen Praxis ausdrücklich nicht. Auf die Frage, ob solche Probleme in ihrer Erfahrung aufgetreten seien, lautete ihre klare Antwort: „Sowas gab es bisher nicht.“

 

„Wir wollen eine moderne, transparente Politik auf Augenhöhe mit den Bürgern“, sagt Andrea Sucker, Fraktionsvorsitzende der CDU Bodenheim. „Dass interessierte Bürgerinnen und Bürger die Debatten unseres Gemeinderates nicht unkompliziert per Link von zu Hause aus verfolgen können, ist ein Rückschritt für die digitale Bürgerbeteiligung.“ Gerade für Menschen, die abends familiär eingebunden sind, für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen werde mit der Ablehnung eine unnötige Barriere aufrechterhalten. „Die Sitzungen sind öffentlich – aber Öffentlichkeit darf im Jahr 2026 nicht bedeuten, dass man zwingend zu einer bestimmten Uhrzeit persönlich im Rathaus erscheinen muss. Der Livestream hätte die bestehende Öffentlichkeit lediglich ins digitale Zeitalter übertragen“, so Sucker. Die CDU-Fraktion hatte den von den Grünen eingebrachten Antrag deshalb geschlossen unterstützt. Ziel sei es, die Politik vor Ort moderner zu gestalten und die kommunalen Debatten direkt zu den Menschen nach Hause zu bringen. „Wir haben hier eine große Chance für mehr Bürgernähe verpasst“, erklärt Sucker.

 

Grüne und CDU betonen, dass sie trotz der erneuten Ablehnung am Thema festhalten werden. Die Digitalisierung der Ratsarbeit und eine transparente Information der Öffentlichkeit seien zentrale Bausteine einer lebendigen kommunalen Demokratie.

 

Jens Richterich: „Wir bleiben dabei: Ein Gemeinderat, der öffentlich tagt, sollte auch den Anspruch haben, seine Arbeit möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Transparenz und Offenheit stärken das Vertrauen in die kommunale Demokratie – sie gefährden es nicht.“
Andrea Sucker: „Die CDU wird sich auch künftig für eine moderne, transparente und bürgernahe Ratsarbeit einsetzen. Die Digitalisierung bietet uns die Möglichkeit, mehr Menschen zu erreichen. Diese Chance sollten wir nutzen.“

Wir laden alle Mitglieder und ausdrücklich auch alle grünen Freund*innen wie Interessierte herzlich zu unserem nächsten Treffen ein.

Am Donnerstag, den 03.049.2026 um 20.00 Uhr treffen wir uns im Haus Friesenecker (neben dem alten Rathaus) auf Ortsgemeindeebene.

Besprochen werden alle grünen Themen, die uns am Herzen liegen, sei es vor Ort, in der VG oder auf Kreisebene. Manchmal auch die große Weltpolitik.

Wir freuen uns auf Euch und eine spannende Diskussion!

In der Gemeinderatssitzung am 22. Juni 2026 hat der Gemeinderat beschlossen, eine Projektmanagerin für Grünflächenmanagement und Klimaanpassung einzustellen. Damit geht unser Anliegen in Erfüllung, das wir als Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit unserem Antrag vom 11. September 2024 auf den Weg gebracht haben – inklusive der Idee, die Stelle über das Bundesprogramm NKK fördern zu lassen.

Was steckt hinter „NKK“?

NKK steht für „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ – ein Förderprogramm des Bundes (abgewickelt über die KfW), das naturbasierten Klimaschutz vor Ort unterstützt: gesunde Grünflächen, Bäume, naturnahe Gewässer und Maßnahmen, die unsere Gemeinde widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen machen. Genau hier setzen wir an – denn Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen am besten direkt vor der eigenen Haustür.

Klimaschutz, der sich rechnet

Die Personalkosten werden zu 80 Prozent gefördert. Für unsere Gemeinde bleibt also nur ein vergleichsweise kleiner Eigenanteil, während wir eine echte fachliche Verstärkung gewinnen. Kommunaler Klimaschutz, der ökologisch und finanziell Sinn ergibt.

Was die neue Stelle bewirken soll

Erstmals gibt es damit eine feste Mitarbeiterin für das ökologische Grünflächenmanagement. Die Stelle bündelt Themen, die uns wichtig sind und bisher oft nebenher liefen:

  • die Pflege und naturnahe, klimaangepasste Entwicklung der Grünflächen,
  • der Schutz und Ausbau des Baumbestands – auch im Sinne unserer Aktion „Bäume für Bodenheim“,
  • eine ökologische Gewässer- und Ausgleichsflächenpflege,
  • und Maßnahmen zur Hitze- und Starkregenvorsorge für mehr Lebensqualität in Bodenheim.

Die erste Kidical Mass in Bodenheim – Fahrraddemo für und mit Kindern und Jugendlichen                        

In diesem Jahr veranstaltet der ADFC Mainz-Bingen e.V. mit Unterstützung des Ortsverbands Bodenheim von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und des BUND Mainz-Bingen eine Kidical Mass in Bodenheim. Wir sorgen uns um die Fahrradmobilität von Menschen jeden Alters, insbesondere von Kindern und Jugendlichen.

„Gut nutzbare Fahrradwege sind für ganz unterschiedliche Menschen sehr, sehr wichtig. Kinder können sich ab einem gewissen Alter mit dem Fahrrad auch einmal ohne Eltern auf ihren Weg machen und so selbstständig werden. Familien erledigen ihre Einkäufe mit dem Lastenrad oder erreichen so die Märkte im Unterfeld. Und nicht wenige ältere Menschen, die das Autofahren aufgeben, würden sich über Wege, die sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad gefahrenfrei nutzen können, sehr freuen. Und nicht zuletzt gibt es auch in Bodenheim erstaunlich viele Menschen, die als Berufspendler den täglichen Weg zur Arbeit etwa in Mainz mit dem Rad zurücklegen.“ (Andreas Frings, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bodenheim)

 

In Bodenheim sind einige neue Bauprojekte geplant, die momentan stark genutzte Radver-bindungen betreffen:

  • Der Wirtschaftsweg Eichweg-Nord entlang des Vitanum wird mit dem Bauprojekt Eichweg-Nord in eine Autostraße als Zufahrt mit parallel verlaufender Rad-/Fußgängerwegführung umgewandelt. Die Rad-/Fußwegführung endet vor der Ausfahrt der geplanten Tiefgarage. Konflikte sind vorprogrammiert.
  • Der für die Umfahrung von Bürgel-3 (Erweiterung des ic-Hauses plus weiteres Gewerbe) geplante Radweg leitet unmittelbar auf die Lange Ruthe. Radfahrende bekommen hier keine Möglichkeit angeboten, sich einigermaßen sicher auf die Straße einzufädeln.

„Die genannten Wege werden von vielen Kindern und Jugendlichen als Schulweg genutzt und weitgehend selbständig befahren. Zudem werden sie auch von Familien genutzt, um die Kitas und das Gewerbegebiet Lange Ruthe zu erreichen. Eine sichere und attraktive Radverbindung vom Ortskern zum Bodenheimer Polder muss bestehen bleiben.“ (Clemens Langhans, stellvertretender Vorsitzender ADFC Mainz-Bingen e.V.)

Auch an anderen Stellen sehen wir erhebliches Verbesserungspotenzial:

  • Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der auf der Fahrbahn parkenden Autos fühlen sich selbst erwachsene Radfahrende auf den Hauptstraßen im Ort nicht sicher.
  • Der Weg, der vom Ende der Gutenbergstraße ins Feld führt, ist wegen der Umlauf-gitter („Drängelgitter“) für Fahrradfahrende, vor allem für Lastenräder oder Fahrräder mit Kinderanhänger, trotz Wegerecht der Ortsgemeinde nicht nutzbar.
  • Die inzwischen gebaute Radwegverlängerung vom Amiche/Gau-Bischofsheim her endet auf Höhe Rantulfstraße/Spatzenmühle unvermittelt vor der Ortsrandstraße mit recht schnell fahrenden Autos an einer nicht gut einsehbaren Stelle.

„Aus ökologischer Sicht ist klar: Das Fahrrad muss konsequent mitgeplant werden. Nur wenn wir sichere Radwege erhalten und ausbauen, machen wir umweltfreundliche Mobilität zur einfachen Wahl im Alltag.“  (Karen Richterich, BUND Mainz-Bingen)

Ziel der angemeldeten Fahrraddemo ist es, die Entscheidungsträger*innen der Ortsgemeinde auf die Bedürfnisse der schwächsten Verkehrsteilnehmenden aufmerksam zu machen.

„Die muss Politik eindeutig die verkehrspolitischen und verkehrsraumpolitischen Rahmenbedingungen ändern und zwar schnell. Es geht um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sowie um die Verkehrswende hin zu mehr lebenswertem Raum in den Kommunen.“ (Amelie Dörres, stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin des ADFC Mainz-Bingen e.V. )

Die Kidical Mass findet statt am:

Sonntag den 19. April 2026 um

15:00 Uhr 

Startpunkt: Wertstoffhof Bodenheim

Wir freuen uns auf eine bunte und lautstarke Demo. Für Fragen steht Ihnen Clemens Langhans, stellv. Vorsitzender ADFC Mainz-Bingen e. V. und zertifizierter Tourguide ADFC gerne zur Verfügung, clemens.langhans@adfc-mainz.de, Telefon: 01573/8823051.

Pressesprecherin für den ADFC KV Mainz-Bingen e.V.:

Amelie Döres

Mobil: 0170 22 33 172

Festnetz: 06131 69 31 31

amelie.doeres@adfc-mainz.de

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der VG Bodenheim stellt folgenden Antrag:

Einbindung des Umweltausschusses und des Verbandsgemeinderates in die
Unterhaltung und Pflege der natürlichen Gewässer III. Ordnung (§ 67 Abs. 1 Nr. 7 GemO RP
i. V. m. § 35 Abs. 1 Nr. 3 LWG RP

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, dass der Verbandsgemeinderat Bodenheim beschließt:

  1. Die Gewässerpflege und -unterhaltung der natürlichen Gewässer III. Ordnung wird künftig nicht mehr ausschließlich als Geschäft der laufenden Verwaltung behandelt.
  2. Dem Umweltausschuss sind im Rahmen der Haushaltsberatungen die geplanten Maßnahmen der Gewässerunterhaltung für das jeweilige Haushaltsjahr darzustellen.
  3. Der Umweltausschuss führt einmal jährlich eine Begehung der natürlichen Gewässer III. Ordnung im Gebiet der Verbandsgemeinde durch.
  4. Dem Umweltausschuss sind einmal jährlich die durchgeführten sowie die für das laufende Jahr noch vorgesehenen Maßnahmen der Gewässerunterhaltung vorzulegen.

 

Begründung

Die Unterhaltung der natürlichen Gewässer III. Ordnung ist gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 3 LWG RP eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Verbandsgemeinde. Sie stellt keine singuläre Einzelmaßnahme dar, sondern eine dauerhaft wiederkehrende Aufgabe mit kontinuierlichem Haushaltsvolumen sowie erheblicher wasserwirtschaftlicher, ökologischer und klimaanpassungsrelevanter Bedeutung.

Seit 2017 wird die Gewässerunterhaltung organisatorisch als Geschäft der laufenden Verwaltung behandelt, ohne eine regelmäßige strukturelle Beratung im Umweltausschuss oder im Verbandsgemeinderat. Der Umweltausschuss hat sich zuletzt 2016 inhaltlich mit dem Thema befasst; eine Einberufung erfolgte zuletzt 2018.

Diese fehlende strukturelle Einbindung wird der Bedeutung der Aufgabe nicht gerecht.

Gemäß § 67 Abs. 1 Nr. 7 GemO RP entscheidet der Verbandsgemeinderat in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Die Organisation, Priorisierung und finanzielle Ausgestaltung einer dauerhaften Pflichtaufgabe mit wiederkehrendem Haushaltsvolumen erfüllt dieses Kriterium.

Die Darstellung der geplanten Maßnahmen im Umweltausschuss stellt sicher, dass Prioritätensetzungen, Mittelansätze und fachliche Zielsetzungen transparent beraten und politisch verantwortet werden.

Ziel des Antrags ist keine operative Einzelfallsteuerung, sondern die strukturelle Einbindung dieser Daueraufgabe in die regelmäßige Beratung und fachliche Begleitung durch den Umweltausschuss sowie die haushaltsrechtliche Verantwortung des Verbandsgemeinderates.

Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse können Defizite in der Gewässerunterhaltung erhebliche ökologische und finanzielle Folgen nach sich ziehen. Eine transparente Priorisierung, regelmäßige Befassung und nachvollziehbare Maßnahmenplanung dienen daher sowohl der Risikovorsorge als auch der politischen Verantwortung.

 

 

gez. Dr. Sarah Frey-Gruber

Stellv. Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN VG-Rat