Wir freuen uns, Ihnen die Kandidat*innen und das Wahlprogramm für die Gemeinderatswahl der OG Bodenheim der BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN vorstellen zu dürfen.

Lernen Sie uns und unsere Vorhaben für unseren Ort kennen:

Übersicht der Kandidat*innen

Übersicht des Wahlprogramms

 

Wir laden alle Mitglieder und ausdrücklich auch alle grünen Freund*innen wie Interessierte herzlich zu unserem nächsten Treffen ein.

Am Donnerstag, den 02.05.2024 um 20.00 Uhr treffen wir uns im Haus Friesenecker in Bodenheim auf Ortsgemeindeebene.

Besprochen werden alle grünen Themen, die uns am Herzen liegen, sei es vor Ort, in der VG oder auf Kreisebene. Manchmal auch die große Weltpolitik.

Es wäre prima, wenn du kurz per Mail oder Kontaktformular Bescheid geben würdest, wenn du vorbeikommst.

Wir freuen uns auf Euch und eine spannende Diskussion!

In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in Deutschland und in vielen anderen Ländern möchten wir auch in Bodenheim gemeinsam ein starkes Zeichen für unsere Demokratie setzen.

Die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, erfordern unser gemeinsames Engagement und unsere Solidarität. Leider sehen wir eine akute Bedrohung für unsere offene Gesellschaft und die Freiheit, sich ohne Angst in unserem Land aufzuhalten und zu entwickeln. Es gibt Menschen, Netzwerke und Parteien, die intensiv daran arbeiten, unsere Demokratie zu schwächen und zu zerstören. Um dem entgegenzuwirken, möchten wir klare Zeichen setzen und den Antidemokraten zeigen, dass sie nicht die Mehrheit repräsentieren.

Wir laden daher alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, an der Demonstration für Demokratie am Sonntag, den 4. Februar um 18 Uhr im Dollespark teilzunehmen. Diese Veranstaltung ist parteiübergreifend. Wenn Sie Interesse haben, Ihre Mitglieder oder Ihr Umfeld zur Teilnahme zu motivieren, wir uns sehr darüber.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind seit vielen Jahren im Verbandsgemeinderat und im Gemeinderat von Lörzweiler vertreten. In Bodenheim, der größten Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde, waren sie in den letzten Jahren nicht vertreten. Das soll sich 2024 ändern!

Alles begann mit einer Idee auf dem Spielplatz. Und mittlerweile treffen sich über 20 engagierte Bodenheimerinnen und Bodenheimer regelmäßig, um sich über lokale politische Themen auszutauschen. Mit dieser starken und wachsenden Gruppe haben wir uns ein klares Ziel gesetzt: Wir möchten 2024 mit einer Liste in der Gemeinderatswahl in der Ortsgemeinde Bodenheim antreten. So können wir den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, eine grüne Stimme in den Gemeinderat zu wählen.

Unsere Themen für den kommenden Wahlkampf sind vielfältig und spiegeln Anliegen der Bürgerinnen und Bürger wider. Wir setzen uns für eine ökologische Kommunalpolitik ein, engagieren uns für Familien und generationenübergreifende Themen und fordern eine klimafreundliche Umorientierung im Bau und in der Mobilität.

Unsere Gruppe wächst, und wir würden uns freuen, wenn auch Du Interesse an unserer Arbeit hast. Nimm gerne Kontakt zu uns auf oder komm einfach bei einem unserer nächsten Treffen vorbei. Deine Ideen und Anliegen sind bei uns herzlich willkommen. Zusammen können wir Bodenheim grüner und nachhaltiger gestalten!

Vortragsreihe BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN OV VG Bodenheim
28. September, 20.00 Uhr, Kulturkeller im Dolles Bodenheim
Referentin: Cornelia Frings mit anschließender Diskussion

 

Wasser ist das Gold des 21. Jahrhunderts. Auch in Rheinland-Pfalz verschärft sich infolge des Klimawandels die regionale und saisonale Wasserknappheit. Gleichzeit kann zu viel Wasser in Form von Starkregen große Schäden anrichten.

Wassersicherheit zu gewährleisten, also sicherzustellen, dass alle, die Wasser benötigen, auch zukünftig Zugang zu Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität haben, und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Menschen angemessen vor wasserbezogenen Risiken wie Starkregen und Überschwemmungen geschützt sind, wird zu einer zunehmend wichtigen politischen Aufgabe auch für die kommunale Ebene.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Wassersituation in Rheinland-Pfalz und zeigt auf, was in Kommunen wie Bodenheim getan werden kann, um Wassersicherheit zu fördern.

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Cornelia Frings ist Politikwissenschaftlerin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie forscht seit einiger Zeit über Wasserpolitik.

 

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

Flyer mit weitergehenden Informationen zum Vortrag

Kernforderung: Wir befürworten die Schaffung sozialen Wohnraums sowie von Mehrfamilienhäusern und fordern zugleich den Erhalt des Eichweges für den aktiven (Rad- und Fuß sowie landwirtschaftlichen Verkehr. Die Zweckentfremdung von sozialem Wohnraum zur Realisierung privater Gewinne lehnen wir ab.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – OV VG Bodenheim begrüßt ausdrücklich die Schaffung von sozialem Wohnraum. Allerdings wirkt der im Eichweg Nord in Bodenheim geplante soziale Wohnraum eher wie ein unattraktiver Lärmschutzriegel für das dahinterliegende teurere Wohnquartier – geplant ist, die sozialen Wohnungen ausschließlich auf den neuen Getränkemarkt hin auszurichten. Sozialer Wohnraum muss aber für die Bewohner:innen attraktiv sein.

 

Die Förderung durch die landeseigene Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) macht es auch in Zeiten des Zinsanstieges für private Investor:innen attraktiv, sozialen Wohnraum zu schaffen. Die Gemeinde hat weiterhin die Planungshoheit, und bei einer Wertsteigerung eines Grundstücks durch Umwandlung von Gewerbe- oder Industriegebiet muss die Schaffung von sozialem Wohnraum im Vordergrund stehen und nicht die Förderung privater Investor:innen.

 

Zur Stadtplanung gehört in den 2020er Jahren auch das Konzept der 15-Minuten Stadt. Das alte Konzept der autogerechten Stadt, wie es die aktuelle Planung des Investors vorsieht, ist nicht mehr zeitgemäß. Die Errichtung der geplanten Tiefgarage kostet pro Stellplatz ca. 25.000 €, die den Erwerb des Wohnraums unnötig verteuert. Hier kann die Gemeinde durch Anpassung des Stellplatzschlüssels sinnvoll unterstützen.

 

Der Eichweg Nord bietet sich aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Bahnhof und der Linienbushaltestelle Eichweg als autoarmes Wohnquartier an (Vorbild Lincoln-Siedlung in Darmstadt: https://www.lincoln-siedlung.de/). Das bedeutet: weniger Flächenverbrauch, weniger Versiegelung, höhere Auslastung der vorhandenen ÖV-Infrastruktur und vor allem weniger motorisierter Individualverkehr. Davon profitieren alle Bodenheimer:innen.

 

Die Lage des Gebietes ist geeignet, um hier eine erste Mobilitätsstation mit Leih(lasten)rädern, E-Scootern, Car-Sharing, Bikesharing, abschließbaren Fahrradboxen mit Lademöglichkeiten und Regiomaten sein.

 

Der Eichweg ist die Hauptstrecke für den aktiven Verkehr (Fuß und Rad: Einkäufe, Naherholung am Polder, Turnhalle und Gymnasium Nackenheim) und muss daher erhalten bleiben. Bereits in der Bauphase am Ende der Gutenbergstraße kam es häufig zu gefährlichen Situationen mit Schüler:innen und Naherholungssuchenden. Die Erschließung kann alternativ über das Kümmerlinggelände mit einer Quartiersgarage erfolgen. Das Quartier selbst wäre dann autofrei und nach Überquerung des Eichwegs wären die Bewohner:innen bei ihrem Fahrzeug.

 

Die Gemeinde Bodenheim hat die wichtige Aufgabe, eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten, die den sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen gerecht wird und die auch künftigen Generationen zugutekommt. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass die Bürger:innen frühzeitig und intensiv in die Erarbeitung eines zeitgemäßen und integrierten Entwicklungs- und Verkehrskonzepts eingebunden werden. Dieses Konzept sollte als “Städtebauliches Entwicklungskonzept” (§ 1 Absatz 6 Nr. 11 BauGB) beschlossen werden und als Grundlage für alle weiteren Bebauungspläne dienen.

 

Die derzeitige Planung “Eichweg Nord” mit ihrer städtebaulichen, sozialen Monostruktur, ohne Grün-, Frei- und Begegnungsräume und ohne bisher diskutierte Alternativen entspricht keinesfalls den gesetzlichen Anforderungen. Die Gemeinde hat die Verantwortung, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln sowie den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu fördern. Dazu gehört auch, eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung sicherzustellen und die städtebauliche Gestalt sowie das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und zu entwickeln.

 

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sollte die Gemeinde Bodenheim die Chance nutzen und die Entwicklung in vernünftige Bahnen lenken. Ein zeitgemäßes, integriertes Entwicklungs- und Verkehrskonzept nach aktuellen Richtlinien sollte erarbeitet werden, von dem alle Bodenheimer:innen profitieren. Die im Grundgesetz verankerte Planungshoheit, verpflichtet die Gemeinde dazu, diese Grundsätze zu berücksichtigen und das Wohl der Allgemeinheit in den Vordergrund zu stellen.

 

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Innerhalb der Verbandsgemeinde Bodenheim gibt es kilometerlange Entwässerungsgräben. Die Pflege dieser Gräben ist wichtig – keine Frage. Nachhaltigere und schonendere Methoden als derzeit praktiziert wären aber sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll.

Wo immer möglich könnte man beispielsweise Heckenstreifen und Bäume an den Rändern der Gräben zulassen und bepflanzen und somit einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten. Denn wird der Grabenlauf beschattet, können darin keine Pflanzen (wie z.B. Brombeeren) mehr wuchern und so den Ablauf behindern. Bei den aktuellen Pflegemaßnahmen werden die Böschungen hingegen oft komplett oder in weiten Teilen von Sträuchern befreit. Das Erdreich wird an der Böschung gelockert, unter die Grasnarbe gemäht, die Erde in den Graben gespült. Gehäckseltes Pflanzenmaterial verschmutzt den Graben und wirkt wie Dünger auf die Brombeeren, die dann wieder im Grabenlauf wachsen und erneut kostenintensiv gemulcht werden müssen.

Für die Vogel- und Insektenwelt, aber auch für Fledermäuse und Kleinsäuger sind Hecken überlebenswichtige Bereiche. Ökologisch sinnvoll angelegte und gepflegte Böschungen sowie Randbereiche an den Gräben hätten das Potential, einen großen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Zugleich könnten sie verschiedene Lebensräume miteinander vernetzen. Heckenstrukturen dienen außerdem als Kohlenstoffspeicher, halten Wasser im Erdreich, kühlen die Umgebungstemperatur, produzieren Sauerstoff und filtern Feinstaub aus der Luft. Sobald sich dieses Ökosystem einmal eingerichtet hat, sind auch die kostenintensiven Pflegemaßnahmen nicht mehr erforderlich – und die Gelder könnten an anderer Stelle eingesetzt werden.

Ein Pilotprojekt zum Heckenschutz (finanziert durch „Aktion Grün“, https://aktion-gruen.de/) könnte einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Gemeinde leisten. Daher: Mut zur Hecke!


Wer mehr über nachhaltige Entwässerungspflege wissen will, dem empfehlen wir dieses Video: Peter Wohlleben, Brombeeren machen den Unterschied.

Am 26.01.2023 haben wir endlich einige der 25 Bäume, die Freunde und Mitglieder der Bündnis 90/ Die Grünen – OV VG Bodenheim gespendet haben, im Lörzweiler Wäldchen eingepflanzt – ein kleiner Beitrag zu mehr Grün in unserer Verbandsgemeinde.

Im Klima-, Umwelt- und Naturschutzausschuss der Ortsgemeinde Bodenheim, der am gleichen Tag tagte, haben wir erfahren, dass allein in der Gemeinde Bodenheim in den letzten zehn Jahren ca. 400 Bäume gefällt wurden. Für jeden gefällten Baum, so ein Beschluss der Gemeinde aus den 1980er Jahren, sollten vier neue Bäume gepflanzt werden. In diesem Jahr wurden 60.000 Euro für die Neubepflanzung in der Gemeinde eingestellt. Wir werden uns anschauen, wo und ob diese Bäume gepflanzt werden. Interessanterweise hat der Ausschuss in seiner Geschichte erst zum zweiten Mal getagt.

 

Wir brauchen mehr Tempo beim Klimaschutz und der damit verbundenen Maßnahmen!

Vortragsreihe Bündnis 90/ Die Grünen OV VG Bodenheim
9. Februar, 19.00 Uhr, Kulturkeller im Dolles Bodenheim
Referent: Eberhard Wolf mit anschließender Diskussion

Gleich zwei Weltkonferenzen widmeten sich 2022 den derzeit wohl größten globalen Herausforderungen der Gegenwart: Auf der 27. Weltklimaschutzkonferenz in Scharm El-Scheich im November diskutierten über 20.000 Teilnehmer aus über 190 Staaten weitere Maßnahmen zur Eindämmung der anthropogenen Erwärmung der Erde, und im Dezember tagte die Weltbiodiversitätskonferenz in Kanada unter chinesischem Vorsitz, um die Biodiversitätskonvention weiterzuentwickeln.

In Deutschland wird vor allem darüber nachgedacht, was dies für Deutschland bedeutet, welche Herausforderungen es für uns darstellt. Jedoch lohnt sich auch ein Blick in den Globalen Süden, denn Klimaschutz und Artenschutz sind nicht im nationalen Alleingang zu bewältigen. Auf beiden Konferenzen wurden daher auch finanzielle Zusagen an die ärmeren und ärmsten Staaten dieser Welt formuliert – doch wird das reichen?

Darüber wird Eberhard Wolf am 9. Februar mit uns sprechen. Er ist Dipl.-Pädagoge und verfügt über lange und vielfältige Erfahrungen in der Zusammenarbeit vor allem mit spanischsprachigen Ländern. Bis zum Ruhestand hat er für die VHS Mainz gearbeitet.

 

Flyer mit weitergehenden Informationen zum Vortrag